März 2025 - TÜRKIYE
In der Türkei gibt es eine parteiübergreifende Dynamik für die Anerkennung von Ökozid im Gesetz. Im November 2023 wurde ein Bürgerbegehren für ein strafrechtliches Ökozid von der größten Oppositionspartei Republikanische Volkspartei (CHP) unterstützt. Unabhängig davon legte der CHP-Abgeordnete Orhan Sarıbal einen Entwurf für ein Ökozid im Rahmen des Verwaltungsrechts vor, der zuletzt im Oktober 2023 aktualisiert wurde.
Anfang 2025 schlug Nimet Özdemir, ebenfalls von der CHP, eine Änderung des Strafgesetzbuchs vor, um Ökozid unter Strafe zu stellen und sich damit den internationalen Bemühungen vor dem Internationalen Strafgerichtshof anzuschließen. Diese Entwicklungen signalisieren, dass die politische und öffentliche Unterstützung für Ökozid in der Türkei zunimmt.
Die Forderung nach einer Kriminalisierung von Ökozid wurde auch von Mitgliedern mehrerer anderer politischer Parteien unterstützt, darunter İbrahim Akın, Abgeordneter der Partei für Gleichheit und Demokratie des Volkes (DEM), sowie von Vertretern der İYİ-Partei und der Partei für Demokratie und Fortschritt (DEVA), was die zunehmende parteiübergreifende Anerkennung der Notwendigkeit eines stärkeren rechtlichen Schutzes der Natur widerspiegelt.