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Junge Menschen gestalten Ökozid-Konzept: Grundsatzrede von Jojo Mehta, CEO von Stop Ecocide International

Über „Jugend für Ökozid-Konzept“

„Youth for Ökozid-Konzept Y4EL) ist die Jugendgruppe innerhalb der globalen Bewegung, die sich dafür einsetzt, Ökozid als fünftes internationales Verbrechen vor dem Internationalen Strafgerichtshof anzuerkennen. Y4EL wurde 2021 gegründet, ist Teil von „Stop Ecocide International“ und vereint junge Aktivisten aus Europa, Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien. Sie übersetzt rechtliche und politische Debatten zum Ökozid in leicht zugängliche Kampagnen, Webinare und kreatives Material und unterhält ein globales Netzwerk, das sich für Umweltgerechtigkeit einsetzt.

Kontext

Der Weltumwelttag 2026 findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich das internationale Umweltrecht so rasant entwickelt wie nie zuvor im letzten Jahrzehnt. Am 18. April 2026 hat Mauritius durch Abschnitt 135A seines Umweltgesetzes den Ökozid unter Strafe gestellt, wobei Strafen von bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug vorgesehen sind. Mauritius reiht sich damit in eine wachsende Liste von Rechtsordnungen ein, die Schritte unternommen haben, um schwere Umweltzerstörung unter Strafe zu stellen. Der im September 2024 offiziell eingebrachte Vorschlag von Vanuatu, Fidschi und Samoa, Ökozid als fünftes Verbrechen in das Römische Statut aufzunehmen, liegt nun der Arbeitsgruppe für Änderungen des IStGH vor. Die Gutachten des IGH und des IAGMR aus dem Jahr 2025 bestätigen, dass Staaten verbindliche Verpflichtungen zur Verhinderung schwerer Umweltschäden haben.

Afrika und die kleinen Inselentwicklungsstaaten gehen mit gutem Beispiel voran. Auf der 20. Afrikanischen Umweltministerkonferenz im Jahr 2025 erklärten die Regierungen den Ökozid zu einer kontinentalen Priorität für den Zeitraum 2025 bis 2027. Auf dem UN-Afrika-Gipfel im Juli 2025 bekräftigten die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo, Burundi, Ghana, Sambia und Simbabwe ihre Ausrichtung am Ökozid-Konzept innerstaatlichem oder diplomatischem Wege. Die Zustimmung der DRK im Jahr 2024 zum von den Pazifikstaaten angeführten ICC-Vorschlag öffnete die Tür für ein breiteres afrikanisches Engagement. Die kleinen Inselentwicklungsstaaten im Pazifik bilden weiterhin das Rückgrat der internationalen Bemühungen.

Mehrere rechtliche Fronten laufen nun zusammen. Die Kampagnen „Pacific Islands Students Fighting Climate Change“ und „World Youth for Climate Justice“ trieben das Verfahren um das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von Anfang an voran, und die UN-Generalversammlung verabschiedete die Gründungsresolution erstmals einstimmig. Die erste internationale Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, die im April 2026 in Santa Marta stattfand, zog 57 Länder an und ebnete den Weg für einen verbindlichen Vertrag über fossile Brennstoffe. Der Hochsee-Vertrag trat am 17. Januar 2026 in Kraft, worauf die erste Konferenz der Vertragsparteien folgte. Das Strafrecht steht an der Schnittstelle dieser Prozesse.

Ziele

Dieses Webinar vereint eine Grundsatzrede mit Beiträgen junger Menschen aus Afrika, Lateinamerika und Europa an dem Tag, den die internationale Gemeinschaft dem Schutz unseres Planeten gewidmet hat. Das Webinar hat folgende Ziele:

• Erfahren Sie direkt von Jojo Mehta mehr über die neuesten institutionellen, diplomatischen und gesetzgeberischen Fortschritte in der Bewegung zur Kriminalisierung des Ökozids.

• Stellen Sie einen Bezug zwischen der Keynote und den Sichtweisen junger Menschen auf die jüngsten Durchbrüche her, die von Aktivisten aus dem Y4EL-Netzwerk erzielt wurden, und beziehen Sie dabei rechtliche, regionale und zwischenstaatliche Perspektiven mit ein.

• Starten Sie den Aufruf zur Bildung des Y4EL-Kernteams 2027 und laden Sie junge Aktivisten ein, sich der Bewegung anzuschließen.

Redner

Jojo Mehta, Mitbegründer und Geschäftsführer von Stop Ecocide International

Samira Ben Ali, World Youth for Climate Justice; Botschafterin des Europäischen Klimapakts, Mayotte/Frankreich

Thomas Csillag Finger, studentischer Botschafter von „Stop Ecocide“, Brasilien

Guillaume Kalonji, Y4EL Africa; Stop Ecocide International, Demokratische Republik Kongo

Debbie Buyaki, Co-Leiterin und Mitbegründerin von Y4EL Africa, Kenia

Niccolò Delporto, Mitglied des Y4EL-Kernteams, Italien

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