Der Übergang zu nachhaltigen Energiemodellen ist angesichts der Klima- und Umweltkrise zu einer der dringlichsten Prioritäten auf der internationalen Agenda geworden. In diesem Zusammenhang bietet der erste Gipfel zur schrittweisen Abschaffung fossiler Brennstoffe, der von Kolumbien und den Niederlanden organisiert wird, eine historische Gelegenheit, Wege zu einer gerechten Energiewende in Lateinamerika und der Karibik zu erörtern.
Der schrittweise Ausstieg aus fossilen Brennstoffen erfordert jedoch nicht nur politische und wirtschaftliche Verpflichtungen, sondern auch rechtliche Rahmenbedingungen, die in der Lage sind, die schwerwiegendsten Umweltschäden zu verhindern und zu ahnden. In diesem Zusammenhang erweist sich die Einstufung von Ökozid als Straftat als abschreckendes Rechtsinstrument, das darauf abzielt, die massive Zerstörung von Ökosystemen zu verhindern und die Rechenschaftspflicht bei irreversiblen Umweltschäden zu stärken.
Gleichzeitig spielen Umweltrechtskliniken in der Region eine entscheidende Rolle, indem sie von sozial-ökologischen Konflikten betroffene Gemeinschaften begleiten, Fälle von Umweltzerstörung dokumentieren und den Zugang zur Umweltrechtspflege vor Ort fördern.
Diese Diskussionsrunde soll einen Dialog zwischen der internationalen Agenda zur Energiewende, neuen Rechtsinstrumenten wie dem Ökozid und der konkreten Arbeit von Rechtsberatungsstellen zum Schutz von Gebieten und Gemeinschaften anregen.
Moderation: Constanza Soler, Koordinatorin von Stop Ecocide International für Amerika
Einleitung:
Dekanin oder Programmleiterin (noch zu bestätigen)
Begrüßungsworte: Melina Quintero Santos, Leiterin der Umweltrechtskliniken – Universidad del Magdalena
Eröffnungsrede: Jojo Mehta, Geschäftsführerin von Stop Ecocide International
Podiumsteilnehmer
– Rodrigo Lledó, Direktor für Amerika – Stop Ecocidio International für Amerika
Thema: Auf dem Weg zu einem Ökozid-Gesetz: ein juristisches Instrument gegen Umweltzerstörung
- Castillo Bresneider, Rechtsanwalt und Spezialist für Umweltmanagement, Raumplanung, Umweltrecht und Master in nachhaltiger Raumplanung, mit Ausbildung und Kenntnissen im Umwelt- und Agrarrecht, war als Umweltbehörde tätig und bekleidete die Ämter des Leiters für Prävention, Überwachung und Kontrolle sowie des Regionaldirektors für Santander am Nationalen Institut für natürliche Ressourcen und Umwelt (INDERENA); derzeit ist er Beamter bei den Nationalen Naturparks Kolumbiens und Dozent an der Universität Magdalena.
- Vera Lucia Morveli Flores, Dozentin an der Umweltrechtsklinik der Peruanischen Gesellschaft für Umweltrecht (SPDA)
Thema: Instrumente des Verwaltungsrechts in Peru: Der betroffene Dritte, seine Möglichkeiten und Grenzen bei der Durchsetzung des Rechts auf eine gesunde Umwelt. Eine Analyse am Beispiel des Falles Repsol
Ein Forum für Fragen und Austausch mit Studierenden, Wissenschaftlern und Teilnehmern, das der Diskussion dient:
Die Rolle des Umweltstrafrechts angesichts der ökologischen Krise.
Die regionale Erfahrung der Rechtsberatungsstellen.
Die Chancen, die sich durch die Weiterentwicklung des Ökozid-Konzepts in der Region eröffnen.