
Heute haben die Staats- und Regierungschefs von sechs Pazifikstaaten in Vanuatus Hauptstadt Port Vila einen ehrgeizigen gemeinsamen Aufruf verabschiedet, fossile Brennstoffe schrittweise abzuschaffen, einen raschen und gerechten Übergang im Pazifikraum zu erneuerbaren Energien zu unterstützen und die damit verbundenen rechtlichen Verpflichtungen zu stärken – darunter auch die Verpflichtung, „Ökozid zu verhindern“.
Im Anschluss an den 2. Pazifik-Ministerdialog zum Thema „Wege zu einem globalen gerechten Wandel“, der vom 15. bis 17. März in Vanuatu stattfand, haben sich die Regierungen von Vanuatu, Tuvalu, Tonga, Fidschi, Niue und der Salomonen haben sich zur Schaffung eines „fossilbrennstofffreien Pazifiks“ verpflichtet und alle Länder weltweit dazu aufgerufen, den Ausbau der Förderung fossiler Brennstoffe zu beenden und einen globalen, gerechten und uneingeschränkten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas zu vollziehen.
Das vollständige Abschlussdokument kann HIER eingesehen werden und enthält konkrete Verpflichtungen zum Beitritt zur „Beyond Oil and Gas Alliance“ sowie die Forderung nach einem Vertrag zur Nichtverbreitung fossiler Brennstoffe.
Der Aufruf in Bezug auf Ökozid findet sich in Abschnitt 4 des Port-Vila-Appells, in dem„verstärkte Anstrengungen zur Bekräftigung, Stärkung und Kodifizierung rechtlicher Verpflichtungen im Hinblick auf den weltweiten Ausstieg aus fossilenBrennstoffen“ gefordert werden. In Unterabschnitt d) wird konkret gefordert:„Die Stärkung der internationalen und innerstaatlichen Rechtsvorschriften, um Ökozid zu verhindern und das Menschenrecht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt vor Umweltzerstörung im Zusammenhang mit der Gewinnung, Produktion, Versorgung und Nutzung fossiler Brennstoffe zu schützen.“