
Am 5. Mai 2022 verlas Frau Alexandra Attalides, Abgeordnete der „Bewegung der Ökologen – Bürgerkooperation“ (der zyprischen Grünen) im Repräsentantenhaus während ihrer Rede ihre Stellungnahme zum Thema Umsetzung des Europäischen Grünen Deals, wobei sie ein T-Shirt von „Stop Ecocide“ trug. Am Ende ihrer Rede erklärte sie, dass„Ökozid ein Verbrechen ist“und als solches betrachtet werden sollte, und dass„wir unseren Kurs ändern müssen“(in Bezug auf das derzeitige Verhalten der Menschheit gegenüber der natürlichen Umwelt).
Frau Attalides, Mitglied der weltweiten „Ecocide Alliance“ von Parlamentariern, passte ihre vorbereitete Rede spontan an, nachdem sie an jenem Nachmittag ihr T-Shirt erhalten hatte. Ihr mutiger Schritt wurde vom Team von „Cyprus Stop Ecocide“ unterstützt, das sich ihr in eigenen T-Shirts anschloss.
Es war nicht das erste Mal, dass im zyprischen Parlament von Ökozid als Straftat die Rede war. Herr Charalampos Theopemptou (der bereits seine zweite Legislaturperiode im Parlament absolviert und Vorsitzender der Grünen ist) war der erste Abgeordnete, der dieses Thema am 11. September 2020 im Rahmen der parlamentarischen Fragestunde zur Sprache brachte.
Herr Theopemptou forderte das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Umwelt auf, das Repräsentantenhaus über den Standpunkt der Regierung zu einem Gesetz über Ökozid zu informieren. Aus der Antwort ging hervor, dass sich die Regierung der Republik Zypern der Debatte um ein Ökozid-Gesetz bewusst ist und die Initiative auf internationaler Ebene unterstützt.
Die beiden Abgeordneten werden das Thema weiterhin verfolgen.